Die Frage nach dem „richtigen Barcode-Scanner“ beginnt für uns nicht mit einem bestimmten Hersteller oder Modell. Zuerst muss geklärt werden, wie der eigentliche Prozess aussieht. Denn ein klassischer Handscanner, ein Wearable, ein Mobile Computer und ein stationärer Scanner lösen ganz unterschiedliche Aufgaben.
Handscanner sind die klassische und gleichzeitig sehr flexible Lösung. Sie eignen sich überall dort, wo Mitarbeiter Barcodes gezielt erfassen – beispielsweise im Wareneingang, Lager, Versand oder in der Produktion. Je nach Anwendung spielen dabei Robustheit, Funkreichweite, Scanentfernung und die verwendeten Barcode-Typen eine wichtige Rolle.
Wearables sind besonders interessant, wenn der Mitarbeiter beide Hände für den eigentlichen Arbeitsprozess benötigt. Bei Kommissionierung, Produktion oder häufig wiederkehrenden Scanvorgängen können zusätzliche Handgriffe entfallen. Neben der Scanleistung sind deshalb vor allem Ergonomie, Gewicht und Tragekomfort entscheidend.
Mobile Computer gehen einen Schritt weiter. Sie kombinieren Barcode-Erfassung mit Display, Betriebssystem, WLAN und mobiler Dateneingabe. Damit eignen sie sich für Prozesse, bei denen Informationen nicht nur erfasst, sondern direkt angezeigt, ergänzt oder an ein ERP-, WMS- oder anderes Softwaresystem zurückgemeldet werden müssen.
Stationäre Scanner übernehmen die Identifikation dagegen automatisch. Sie kommen beispielsweise an Förderstrecken, Maschinen oder festen Arbeitsplätzen zum Einsatz. Hier entscheiden unter anderem Lesedistanz, Geschwindigkeit, Codequalität, Beleuchtung, Einbausituation und Schnittstellen darüber, welches System geeignet ist.
Welche Geräteklasse die wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellt, hängt deshalb immer vom konkreten Prozess ab: Wie häufig wird gescannt? Bewegt sich der Mitarbeiter oder das Produkt? Werden zusätzliche Informationen benötigt? Welche Entfernungen und Umgebungsbedingungen gibt es? Und wie soll die Lösung mit bestehenden Systemen kommunizieren?
CSG betrachtet diese Anforderungen gemeinsam mit dem Kunden und vergleicht anschließend geeignete Lösungen verschiedener Hersteller. Bei Bedarf testen wir Geräte auch direkt an der tatsächlichen Anwendung.
Denn am Ende zählt nicht, welches Gerät auf dem Datenblatt die meisten Funktionen bietet – sondern welche Lösung den jeweiligen Prozess zuverlässig und wirtschaftlich verbessert.
